Freude am Glauben

Initiativkreis Ökumene in Weilerbach und Umgebung

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Einmalig - Jubiläumsveranstaltung „Freude am Glauben“

Seit über 800 Jahren steht die Weilerbacher Heilig-Kreuz-Kirche an ihrem Platz über dem alten Dorfkern. Was hat sie alles mit angesehen, was könnte sie alles erzählen? Das meiste werden wir nie erfahren.

Doch am Freitagabend der vorletzten Woche geschah hier etwas ganz Neues, Besonderes. Über 100 Aktive und noch mehr Besucher fanden sich ein, um sich auf eine Zeitreise zu begeben, die nicht ohne Folgen bleiben wird.

In einem illustrierten Wechsel von Texten zur Geschichte der Kirche und der christlichen Gemeinden der Region und dazu passenden, erläuterten Musikbeiträgen durchfuhren die protestantischen und katholischen Christen aus Weilerbach, Rodenbach, Schwedelbach, Erzenhausen und Eulenbis (und auch so manche von außerhalb) im ehrwürdigen Kirchenschiff die Gewässer der Zeiten. Sie erfuhren, dass ihre Geschichte nicht nur gemeinsam begann, sondern dass sie selbst in der Spaltung – und gerade auch wegen des daraus erwachsenen Leids - gemeinsame Geschichte ist. So wuchsen sie zusammen in der Erkenntnis, dass alle Christen viel mehr verbindet als trennt. Im gemeinsamen Singen und Erleben verloren die alten Vorbehalte ihre trennende Kraft, und es entstand ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, das man ohne weiteres als echte Freude bezeichnen kann.

Das zweieinhalbstündige Programm selber war so abwechslungsreich und qualitativ hochwertig, dass es – so der allgemeine Konsens –nie langweilig war. Vom gregorianischen Choral bis zum jüngst komponierten Mottolied für den ökumenischen Kirchentag am diesjährigen Pfingstfest in Speyer gab es viel anzuhören und mitzusingen. Ob der Gemeinschaftschor der Rodenbacher und Weilerbacher Kirchenchöre unter Elisabeth Becker, der Posaunenchor des EGV Rodenbach unter der Leitung Peter Rothhaars, die katholische Männerschola, der spontan entstandene gruppenübergreifende Projektchor, die Jugendbands oder die herausragenden Solisten – alle musizierten mit viel Talent und hörbarer Freude. Besonders sollen hier noch einmal der atemberaubende Minnegesang von Gerhard und Jürgen Timmer und das von David Blanchard gesungene Ave Maria gewürdigt werden.

Die Jubilarin selber wurde nicht nur in den Texten beleuchtet. Sie kam auch immer wieder mit ihren architektonischen und bildnerischen Einzelheiten auf der Leinwand zu Wort. In Stein gefasste Geschichte wurde eindrucksvoll zum lebendigen Wort. Wer sich einmal fachkundig durch das beredte Gotteshaus führen lassen möchte, ist herzlich zu den Führungen am 12.4. (Erwachsene) und 26.4. (Kinder und Familien), jeweils um 15.00 Uhr eingeladen.

Daran, dass das nicht alles gewesen sein soll, ließen die Gruß- und Dankworte der Geistlichen sowie die von Matthias Kleemann vorgetragene Bestandsaufnahme zur Ökumene vor Ort keinen Zweifel - und die Zustimmung der Versammelten war deutlich spürbar.

Trotz der fortgeschrittenen Stunde füllte sich anschließend das Pfarrheim noch gut mit der Festgesellschaft, die es bei einem Gläschen Sekt oder auch zwei noch ganz schön lange aushielt.

Der Vorschlag für eine ökumenische Jubiläumsfeier fiel am 19.9.2014 bei der zweiten Zusammenkunft des Initiativkreises Ökumene. Das sechsköpfige Organisationsteam wurde damals sofort aktiv und darf nun nach genau sechs Monaten voll Dankbarkeit auf das Ergebnis schauen, welches ohne die Unterstützung und Bereitschaft aller Beteiligten nicht zustande gekommen wäre. Ihnen allen sei hiermit noch einmal ganz herzlicher Dank ausgesprochen. Es hat sich gelohnt!

Das Programm und die illustrierten Texte finden Sie unter Download, weitere Bilder in der Galerie. Unter Termine sind alle weiteren bekannten Termine für ökumenische Aktivitäten im näheren Umkreis eingestellt. Jeder ist herzlich willkommen.